Wenn Software auf einem Debian-Basierten System installiert werden soll, wird das Kommando dpkg verwendet. Aus Bequemlichkeit greifen Heute aber die meisten Benutzer zu Frontends wie dselect oder apt-get.
Wer für eine LPI-Prüfung büffelt, wird ebenfalls mit dpkg umgehen müssen (bereits im LPIC-1). Darum hier eine kleine Übersicht.
Manche Optionen von dpkg können entweder mit einzelnen Buchstaben oder mit einem ganzen Wort verwendet werden. Beide der folgenden Befehle machen das genau gleiche – sie installieren das Paket „lynx“:
dpkg -i lynx_2.8.8dev.5-1_all.deb dpkg --install lynx_2.8.8dev.5-1_all.deb
Es gibt zwei Varianten um ein Paket wieder zu Deinstallieren. Zum einen gibt es den Schalter -r oder –remove. Damit werden die Konfigurationsdateien im System nicht gelöscht. Sollen diese Konfigurationsdateien ebenfalls gelöscht werden, wird die Option -P oder –purge verwendet.
Hier ein paar wichtige Optionen:
- -i (–install) installiert ein Paket.
- -r (–remove) entfernt das Paket. Konfigurationsdateien bleiben erhalten. (Die Option -e ist nicht wie bei RPM die „Erase-Funktion“).
- -P (–purge) entfernt das Paket inklusive der Konfigurationsdateien.
- -s (–status) gibt Informationen über ein installiertes Paket aus.
- -C (–audit) zeigt Pakete, die nur teilweise installiert sind.
- -L (–listfiles) zeigt Dateien an, die durch ein Paket installiert wurden.
Was hier auffällt: Es gibt diverse Optionen, die gross geschrieben werden. Gerade wer die LPI-Prüfung ablegen will, sollte sich diese merken.